Zum Inhalt springen

MPU-Wissen · Straftat

MPU nach Straftat: Alles, was du wissen musst

Nach Fahrerflucht, Nötigung oder anderen Delikten prüft die MPU, ob eine nachhaltige Verhaltensänderung stattgefunden hat. Wir helfen dir, deine Geschichte ehrlich aufzuarbeiten — und im Gutachtergespräch zu überzeugen.

Festnahme mit Handschellen an einem Polizeifahrzeug bei Nacht

Anlässe

Diese Delikte führen zur MPU

Verkehrsstraftaten

  • Fahrerflucht (§ 142 StGB)
  • Nötigung im Straßenverkehr
  • Gefährdung des Straßenverkehrs
  • Fahren ohne Fahrerlaubnis
  • Verstöße gegen Fahrverbote

Delikte außerhalb des Verkehrs

  • Körperverletzung
  • Aggressionsdelikte
  • Drogen-/alkoholbezogene Straftaten

Voraussetzung: Die Tat lässt Rückschlüsse auf ein Verhalten zu, das auch im Straßenverkehr gefährlich wäre — Stichwort charakterliche Eignung.

Worauf es ankommt

Glaubwürdige Veränderung statt Schuldzuweisung

Das psychologische Gespräch ist bei der Straftat-MPU der entscheidende Teil. Der Gutachter will sehen: Du übernimmst Verantwortung, verstehst die Hintergründe deiner Tat und hast dein Verhalten nachweislich geändert.

Gefährlich sind Bagatellisieren („halb so wild"), Schuld bei anderen suchen oder widersprüchliche Angaben zur Tat. Wir arbeiten deine Geschichte mit dir so auf, dass sie schlüssig, ehrlich und belastbar ist — inklusive konkreter Strategien für Konflikt- und Stresssituationen.

Tipp: Absolvierte Trainings (z. B. Anti-Aggressions-Kurse) oder Therapienachweise stützen deine Aufarbeitung. Bring alle Unterlagen mit ins Erstgespräch — wir ordnen ein, was dir wirklich hilft.

Ablauf & Kosten

Die Straftat-MPU im Überblick

1

Medizinischer Teil

Standarduntersuchung; bei Alkohol- oder Drogenbezug zusätzlich Laborwerte und ggf. Abstinenzbelege.

2

Leistungstest

Reaktion und Konzentration unter Belastung — gut trainierbar.

3

Psychologisches Gespräch

Tatmotive, Aufarbeitung, Verhaltensänderung, Zukunftsstrategien — hier entscheidet sich dein Gutachten.

MPU-Gebühr (Begutachtungsstelle)700 – 900 €
Abstinenznachweise (nur bei Substanzbezug)300 – 900 €
Vorbereitung bei MyMPUFestpreis nach Erstgespräch

FAQ Straftat-MPU

Die häufigsten Fragen

Welche Straftaten führen zu einer MPU?
Im Verkehr: Fahrerflucht, Nötigung, Gefährdung des Straßenverkehrs, Fahren ohne Fahrerlaubnis oder wiederholte Verstöße gegen Fahrverbote. Außerhalb des Verkehrs: Delikte mit hohem Aggressionspotenzial (z. B. Körperverletzung), wenn sie Zweifel an deiner charakterlichen Eignung zum Führen von Fahrzeugen begründen.
Warum interessiert die Führerscheinstelle eine Straftat ohne Auto?
Weil die Fahrerlaubnis auch charakterliche Eignung voraussetzt. Wer außerhalb des Verkehrs ein hohes Aggressionspotenzial zeigt, könnte es — so die Logik der Behörde — auch hinter dem Steuer ausleben. Die MPU soll klären, ob diese Gefahr besteht.
Was ist der wichtigste Teil der Straftat-MPU?
Das psychologische Gespräch. Der Gutachter prüft, ob du Verantwortung für die Tat übernimmst, ihre Hintergründe verstanden hast und eine nachhaltige Verhaltensänderung belegen kannst — etwa durch neue Konfliktstrategien, veränderte Lebensumstände oder absolvierte Trainings.
Hilft ein Anti-Aggressionstraining oder eine Therapie?
Ja, wenn es zum Fall passt und du die Inhalte glaubwürdig in dein Leben übertragen hast. Nachweise über Kurse oder Therapie stützen deine Aufarbeitung — ersetzen sie aber nicht. Entscheidend bleibt, wie überzeugend du die Veränderung im Gespräch vertrittst.
Wie lange sollte ich mich auf die Straftat-MPU vorbereiten?
Je nach Delikt und Vorgeschichte 2 bis 4 Monate. Die Aufarbeitung braucht mehr Tiefe als bei einer reinen Punkte-MPU: Tathintergründe, Auslöser, Empathie für Betroffene und belastbare Zukunftsstrategien wollen sauber erarbeitet sein.

Bereit für deine zweite Chance?

MPU nach Straftat? Sprich zuerst mit uns.

Diskretion ist bei uns selbstverständlich. Im kostenlosen Erstgespräch besprechen wir deinen Fall vertraulich und planen deine Aufarbeitung.

98 % Erfolgsquote · Pauschalpreis · Bundesweit per Zoom